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### Neuigkeiten aus der ASS ###

Werte und Normen

Was will Werte und Normen?

Ziel des Unterrichtes im Fach Werte und Normen ist es, die Schülerinnen und Schüler für moralische Aspekte menschlichen Handelns zu sensibilisieren und zur ethischen Urteilsfähigkeit in der Auseinandersetzung mit Handlungs- und Wertfragen zu befähigen.  Dabei nimmt das Fach Bezug auf altersgerechte Problemstellungen und Fragen der Philosophie, insbesondere der Moralphilosophie bzw. Ethik, der Religionswissenschaft, geeigneter Gesellschaftswissenschaften (z. B. Rechtswissenschaften, Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie) oder Zweige der Naturwissenschaften. Immanuel Kants Frage „Was soll ich tun?“ kann als Leitmotiv des Werte-und-Normen-Unterrichts angesehen werden. Der Unterricht zielt auf ein aktives, problemorientiertes und eigenständiges Philosophieren ab und trägt damit dem Umstand Rechnung, dass, obwohl eine gewisse Übereinstimmung hinsichtlich gültiger Werte und Normen angenommen werden kann (beispielsweise die Werteordnung des Grundgesetzes), Wertvorstellungen und Normen Wandlungen unterliegen und zwischen verschiedenen Menschen bzw. Gruppierungen differieren oder in Frage gestellt werden können.

Die Pluralität von Weltanschauungen, Wahrheitsauffassungen und Religionen, die in unserer Gesellschaft besteht, kann Kinder und Jugendliche verunsichern und zu Konflikten oder Krisen führen. Möglichen Orientierungsproblemen will das Fach begegnen und durch die Auseinandersetzung mit konkurrierenden Wahrheits- und Weltauffassungen die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler fördern und so ein Rüstzeug zu reflektiertem und verantwortungsbewusstem Handeln sich selbst und den Mitmenschen gegenüber bereitstellen.

Im Gegensatz zum Religionsunterricht ist der Werte-und-Normen-Unterricht an die weltanschauliche und religiöse Neutralität gebunden. Die unterschiedlichen Weltanschauungen und Wahrheitsauffassungen werden auf der Basis der Wertvorstellungen reflektiert, wie sie das Grundgesetz, die Niedersächsischen Verfassung und das Niedersächsischen Schulgesetz zum Ausdruck bringen.

 

Gesetzliche Grundlagen für das Fach Werte und Normen

Die gesetzliche Grundlage bildet das Niedersächsische Schulgesetz (NSchG) §128 „Unterricht Werte und Normen“:

(1)    Wer nicht am Religionsunterricht teilnimmt (Anm.: das betrifft Schülerinnen und Schüler, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, vom Religionsunterricht abgemeldet sind oder für deren Bekenntnis kein Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach eingerichtet ist), ist stattdessen zur Teilnahme am Unterricht Werte und Normen verpflichtet, wenn die Schule diesen Unterricht eingerichtet hat. […]

 

2)    Im Fach Werte und Normen sind religionskundliche Kenntnisse, das Verständnis für die in der Gesellschaft wirksamen Wertvorstellungen und Normen und der Zugang zu philosophischen, weltanschaulichen und religiösen Fragen zu vermitteln.

 

Leitthemen für die Schuljahrgänge 5 und 6:

  • Umgang mit Erfolg und Misserfolg
  • Zukunftswünsche und Zukunftsängste
  • Regeln für das Zusammenleben
  • Begegnungen mit dem Fremden
  • Monotheistische Weltreligionen

Leitthemen für die Schuljahrgänge 7 und 8:

  • Sucht und Abhängigkeit
  • Verantwortung für Natur  und Umwelt
  • Freundschaft, Liebe, Sexualität
  • Menschenrechte und Menschenwürde
  • Leben in einer christlich geprägten Kultur

Leitthemen für die Schuljahrgänge 9 und 10:

  • Entwicklung und Gestaltung von Identität
  • Altern, Sterben, Tod
  • Ethische Grundlagen für Konfliktlösungen
  • Wahrheit und Wirklichkeit
  • Weltreligionen und Weltanschauungen

 

Module in der Oberstufe:

1. Semester:      Fragen nach Individuum und Gesellschaft

Pflichtmodul: Recht und Gerechtigkeit

Wahlpflichtmodul: Modelle staatlicher Gemeinschaft

 

2. Semester:      Fragen nach dem guten Handeln

Pflichtmodul: Grundpositionen ethischen Argumentierens

Wahlpflichtmodul: Ökologische Ethik

 

3. Semester:      Fragen nach dem Wesen des Menschen

Pflichtmodul: Formen der Selbstinterpretation des Menschen

Wahlpflichtmodul: Willensfreiheit als Dimension menschlichen Existenzvollzuges

 

4. Semester:      Fragen nach Wissen und Glauben

Pflichtmodul: Wahrheitsansprüche

Wahlpflichtmodul: Wahrheit in Kunst und Medien



 

 

Glücksmomente - Das Mit- und Füreinander der Generationen

„Ich höre gerne zu, wenn mir ältere Menschen von ihrem Leben erzählen.“ (Herbert, 16)/ Humanitäres Projekt der Werte-und Normen-Kurse der ASS führt Generationen zusammen

Mit alten Menschen Zeit verbringen, zuhören, vorlesen, zusammen Gesellschaftsspiele spielen, am PC arbeiten, spazieren gehen, helfen, wo Hilfe nötig ist - das wollen die Schülerinnen und Schüler der beiden Werte-und-Normen-Kurse des zehnten Jahrganges der Albert-Schweitzer-Schule Nienburg. Dazu besuchen die Jugendlichen im Rahmen des Humanitären Projekts der ASS seit Februar 2012 in kleineren Gruppen das Helvita Seniorenzentrum Alpheide, das ProSENIS Senioren- und Pflegeheim Parkhaus, das DRK Altenzentrum, das AWO Seniorenzentrum Am Goldberg in Marklohe und das Alten- und Pflegeheim Am Osterfeld in Haßbergen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Heime haben sie offen empfangen und unterstützen ihr Engagement. Für die Dauer eines halben Jahres treffen sich die Jugendlichen regelmäßig mit den Bewohnern. Anregung dazu erhielten sie vom Humanitären Projekt der ASS. Die ASS als ‚Humanitäre Schule‘ und Lehrerin Antje Heinicke möchte mit diesem Projekt zwischenmenschliches Verständnis, Toleranz und Mitmenschlichkeit fördern und, ergänzend zu der Leistungsverbesserung der Gymnasiasten,  auch die ‚soziale Intelligenz‘ der Schülerinnen und Schüler fördern – und dabei noch Gutes für die Mitmenschen bewirken.

Bereits beim ersten Besuch konnten die Schülerinnen und Schüler spüren, wie viel Freude die Begegnung der Generationen beiden Seiten machen kann und wie wichtig und bereichernd es ist, sich für ältere Menschen einzusetzen. Die anfänglich noch vorsichtige Zurückhaltung seitens der Jugendlichen wich bald echtem Interesse. Allzu oft leben die Senioren nur unter sich und haben wenig Kontakt zu anderen Generationen, da sie keine Angehörigen mehr haben oder von ihnen nicht besucht werden können. So genießen sie ergänzend zu den abwechslungsreichen Heimprogrammen die Unternehmungen in den kleinen Gruppen. Andere mögen es, wenn jemand ein paar Stunden ausschließlich für sie da ist, auch, weil sie auf Grund ihrer Schwerhörigkeit nur noch Gesprächen mit einer einzelnen Person richtig folgen können. Und dann teilen sie ihren großen Schatz an Lebenserfahrung mit den Jugendlichen und erzählen aus ihrer Geschichte, vom Leben in früheren Jahren, manche noch von Kriegs- und Nachkriegszeit. Die Heranwachsenden erfahren aber bei ihren Besuchen nicht nur, wie sich die Lebenswege heute von denen damals unterscheiden, sie lernen auch geduldiges Zuhören, Rücksichtnahme und Wertschätzung des Alters. Und sie merken, wie groß die Verantwortung ist, die man übernimmt, sobald man sich auf einen (alten) Menschen einlässt und die Vorfreude spürt, die in ihm aufkommt, wenn man den nächsten Besuch ankündigt. 

 Antje Heinicke

Standort Friedrichstraße

Albert-Schweitzer-Schule
Friedrichstraße 2
D-31582 Nienburg/Weser
Telefon: 05021-87-760
Telefax: 05021-87-761
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Standort Nordertorstriftweg

Albert-Schweitzer-Schule
Nordertorstriftweg 22
D-31582 Nienburg/Weser
Telefon: 05021-8786-0
Telefax: 05021-8776-1

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